Martin Backhaus

Der Berliner Baßbariton Martin Backhaus studierte von 1981-1986 Schulmusik an der HdK (heute UdK) Berlin. Danach erhielt er seine Gesangsausbildung unter anderem bei dem amerikanischen Bariton George Fortune (Dt. Oper Berlin), Scott Weir und zuletzt bei Fred Nahr.

In Meisterkursen, u. a. bei Harry van der Kamp, und durch Engagements bei Dirigenten wie Thomas Hengelbrock, Attilio Cremonesi, Jordi Savall, Hermann Max und Phillipe Herreweghe erhielt er spezielle Kentnisse in der Aufführungspraxis “Alter Musik”.

Martin Backhaus verbindet eine intensive Zusammenarbeit mit verschiedenen Alte-Musik-Ensembles, wie der Berliner Lauttencompagney von Wolfgang Katschner, dem Ensemble Concerto Grosso – Berlin von Beatrix Hellhammer und vielen anderen.

In Konzerten sind die Baß-Partien der großen Oratorien (Matthäus- und Johannes-Passion, Weihnachtsoratorium, h-moll Messe, Messias, Schöpfung, Requiem von Mozart, Brahms u.a.) Schwerpunkt seines Repertoires.

Im Bereich des Musiktheaters hat Martin Backhaus in verschiedenen Produktionen an der Neuköllner Oper in Berlin mitgewirkt (vor allem in “Puppchens Schlagerparade 1912”).
Des weiteren hat er in der Zitadelle Spandau im “Vampyr” von H. Marschner den Vater Davenaut gesungen, mit dem Ensemble Celeste Sirene am Ekhoftheater in Gotha den Pluto im “Orphee” von M.-A. Charpentier aufgegührt, am Konzerthaus Berlin in einer szenischen Produktion zum 700. Geburtstag von Petrarca gesungen.
Laufende Produktionen sind “Dido und Aeneas” von H. Purcell an der Staatsoper Berlin unter der Regie von Sasha Waltz an, sowie am Stadttheater Lübeck “Der fliegende Holländer für Kinder” nach R. Wagner in einer Fassung der Taschenoper Lübeck (TOL).

In seinen Liederabenden wird er von der Pianistin Vida Kalojanova oder von Prof. Hans-Jürgen Schnoor (Hammerklavier) begleitet. Mit ihnen erarbeitete er Programme von Schubert (Winterreise, Schöne Müllerin u.a.), Brahms und Mahler. Im Schillerjahr 2005 sang er zwei verschiedene Liederabende zum Thema am Grand Theatre in Luxemburg.